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Haltung

Vor vielen Jahren haben die Zweibeiner gedacht, dass es vollkommen ausreicht, uns in einen Käfig von der Größe eines Handtuches zu setzen und gut ist es. Zum Glück gibt es aber auch Zweibeiner, die darum kämpfen, uns ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.

Zum Platzangebot kann ich nur sagen - je größer, um so besser! Das ist ja leider nicht immer machbar, auch wenn der gute Wille vorhanden ist.
Viele von uns leben in einer Menschenhöhle, genannt Wohnung. Dort sollte uns mindestens 2 qm pro Fellnase zur Verfügung stehen und das 24 Stunden lang. Denn wenn ihr Menschen schlafen geht, dann wollen wir Party machen! Da wollen wir rennen, hüpfen und Haken schlagen. Das können wir aber leider nicht, wenn man uns über Nacht in einen Käfig sperrt.

Sicher verstehe ich eure Angst, dass wir euch eure Möbel zerlegen. Das ist ganz einfach unter Kontrolle zu bringen, denn im Zoofachhandel oder über Ebay kann man günstig Gehegeelemente ergattern. Diese sollten mindestens 80 cm hoch sein, denn einige von uns sind wahre Ausbrecherkönige. Eine Höhe von 60 cm ist für einige ein Witz, das wird in einem Satz übersprungen. Mit solchen Dingern kann man seine Lieblingsmöbel super vor uns schützen und man kann uns unser Zuhause eingrenzen, so dass wir wissen, wo wir hingehören.

In unserem so entstandenen Gehege sollte man uns eine Toilette zur Verfügung stellen. Die füllt man am besten mit Holzpellets oder -spänen und deckt Heu darüber. Das Heu ist natürlich zum Fressen da, aber auch dafür, dass uns die Pellets nicht so sehr an den Füßen weh tun. Diese Pellets saugen sehr gut und halten den Geruch so einigermaßen unter Kontrolle. Als Toiletten eignen sich super gut Katzenklos oder die Unterschale eines alten Käfigs. Bitte, bitte den Käfig ohne das Oberteil nutzen! Da wir es lieben, erhöht zusitzen, um von oben herab zu schauen, würden wir uns auch auf das Käfigoberteil setzen wollen.

Selbst, wenn ein Handtuch auf das Gitterteil gelegt wird, würde es uns vor schweren Verletzungen nicht schützen.
Schnell kann es passieren, dass wir mit einem Bein in einen Gitterspalt rutschen und uns beim Herunterspringen das Bein brechen könnten.
Wenn das Oberteil drauf bleiben soll, dann bitte ein Holzbrett fest montieren.

Da wären wir auch schon beim Thema Emporen. Wie schon gesagt, lieben wir es sehr, einen Aussichtspunkt zu haben. Auf dem machen wir es uns bequem und wir können die Umgebung im Auge behalten. Auch Tunnel und Höhlen lieben wir sehr, denn wie in der Natur mögen wir es, uns zu verstecken. Da kommt uns so ein Tunnel oder ein Höhle gerade recht. Tunnel aus Stoff gibt es zu kaufen oder auch ein Abflussrohr aus dem Baumarkt tut da gute Dienste. Eine Höhle könnte ein alter Pappkarton sein oder ein schickes Hasenhaus aus Holz.

So, das wäre es schon für innen, nun gehen wir raus ins Grüne.

Außenhaltung ist natürlich auch eine wunderschöne Sache. Ich lebe schon immer draußen. Ich liebe es, mir die Sonne auf den Rücken scheinen oder mir den Wind um die Ohren wehen zu lassen.Also, wenn man uns das ganze Jahr draußen halten möchte gibt es einiges zubeachten.

Auch hier ist natürlich Platz angesagt, denn im Winter brauchen wir diesen Platz, um uns warm zu laufen. Deswegen gilt auch hier das Mindestmaß von 2 - 3 qm pro Fellnase.

Dann brauchen wir einen trockenen, windgeschützten Platz, wo wir uns zurückziehen können, falls es uns doch einmal zu kalt werden sollte.
Kälte verkraften wir viel besser als Hitze. Deshalb sollte uns im Sommer unbedingt ein Schattenplätzchen zur Verfügung stehen. Auch hier draußen freuen wir uns über einen Tunnel und einige Aussichtspunkte.

Zum Punkt Sicherheit. Es gilt es zu beachten, dass einige Feinde hier draußen auf uns warten. Diese lauern in Form von Raubvögeln, Füchsen, Mardern oder auch einmal die Katze oder der Hund vom Nachbarn. Das ist der Grund, weshalb die Außengehege besonders gesichert sein müssen.

Da sollte man auf den Draht achten. Den normalen 6-Kantdraht kann ein Marder zerbeißen, also bitte nur den 4-eckigen Volieredraht benutzen.
Auch nach unten muss gesichert werden, denn wir sind begnadete Buddler und wir werden es in einer Nacht schaffen, uns frei zu graben - wenn man uns lässt. Und wo wir raus kommen, da kommt auch ein Marder rein.

Wenn der Draht verzinkt ist, kann man ihn super vergraben und uns die Möglichkeit geben, unserem Urinstinkt, dem Graben, weiterhin nachzugehen.

Im Sommer muss man besonders auf Madenbefall achten. Gerade die älteren oder kranken Tiere unter uns neigen schon mal zu Durchfall und das bekommen diese Fliegen sofort mit und versuchen, ihre Eier auf uns abzulegen. So schnell könnt ihr nicht schauen, wie aus den Eiern Maden schlüpfen, die in uns eindringen und uns von innen auffressen. Eine schaurige Vorstellung findest du nicht auch?

Auch das Impfen darf nicht vergessen werden. Da ist es ganz egal, ob wir draußen oder drinnen leben, denn diese Krankheiten werden von Stechfliegen oder über infiziertes Futter übertragen. Sie Fliegen schaffen es auch, in den zweiten Stock durch ein Fenster zu kommen. Deshalb bitte zwei Mal pro Jahr gegen Myxomatose und einmal im Jahr gegen RHD impfen lassen.

Wenn es denn wirklich einmal sein muss, dass ihr uns auf den Arm nehmen müsst/wollt, dann solltet ihr Folgendes wissen. Für uns ist das Hochnehmen mit großer Angst verbunden. Denn wir leben ja normal nur auf dem Boden. Werden wir unvermutet hochgenommen, glauben wir, dass uns ein Fressfeind erwischt hat. Aber wie gesagt, sollte es doch mal vorkommen dann bitte nicht an den Ohren ziehen und uns auch bitte nicht das Nackenfell einquetschen, denn das tut uns weh. Am besten mit einer Hand unter dem Po, die andere unter die Vorderbeine.
Vorsicht, es kann passieren, dass wir anfangen zu zappeln, wenn ihr uns dann fallen lasst, kann es zu Verletzungen kommen.

Ganz schlimm ist es für uns, wenn wir unser Leben alleine verbringen oder mit einem Meerschweinchen zusammen leben müssen.
Bitte gebt uns die Möglichkeit, unser Leben artgerecht und glücklich mit einem Partner an unserer Seite oder in einer Gruppe zu verbringen.

Ernährung

Uns Kaninchen gesund zu ernähren, ist im Grunde sehr einfach!

Heu, Heu und nochmal Heu ist der Hauptbestandteil unserer Ernährung. Es sollte immer ausreichend zur Verfügung stehen, da es für unsere Verdauung lebensnotwendig ist und den Zahnabrieb fördert. Achtet bitte darauf, dass das Heu weder „muffig“ riecht noch grau aussieht oder gar schimmelt. Gutes, günstiges Heu gibt es beim Bauern oder auch im Internet.

Wir lieben Frisches und Grünes!

Als Grünfutter eignen sich verschiedene Gemüse- und Obstsorten. www.diebrain.de bietet eine Liste mit sehr vielen verträglichen Futtermitteln. Obst sollte dabei nur selten und in kleinen Mengen verfüttert werden, da es leider sehr viel Fruchtzucker enthält und dick macht.
Sollte ein Kaninchen zu euch kommen, welches bei seinem Vorbesitzer nur wenig oder gar kein Grünfutter bekommen hat, sollte man mit einer langasmen Unstellung der Fütterung auf Gemüse beginnen. Bei auftretendem Durchfall die Grünfuttermenge verringern bzw. erstmal ganz darauf verzichten. Wenn der Durchfall weg ist, kann man langsam wieder mit der Fütterung beginnen. Es reagieren aber nur wenige von uns auf Grünfutter mit Durchfall. Am besten füttert man Kaninchen, die kein Frischfutter kennen, mit leicht verdaulichem Gemüse, wie z.B. Möhren oder Fenchel an. Wird dies gut vertragen, so kann der Futterplan jede Woche um eine Gemüsesorte erweitert werden. Besonders Kohl sollte sehr vorsichtig angefüttert werden. Wenn ihr seht, dass alles gut geht, kann er bedenkenlos gefüttert werden. Wir lieben Kohl, vor allem Grünkohl.

Grundsätzlich solltet ihr bei der Verfütterung von Grünfutter darauf achten,dass es etwa Zimmertemperatur hat.

 

Krankheiten

Dann möchte ich euch auch hier noch einmal darauf hinweisen, uns unbedingt zu impfen. Bitte vergesst das nicht.
Die zwei wichtigen Impfungen sind gegen die Krankheiten Myxomatose und RHD, auch Chinaseuche genannt.

Beide Krankheiten werden auf jeden Fall zum Tode führen, sollten wir NICHTgeimpft sein. Der eine oder andere schafft es auch nicht, wenn er geimpft ist, jedoch die Chance, diese Krankheiten zu überleben sind 100 Mal höher.

Auch sagen viele, dass diese Krankheiten nur im Sommer übertragen werden. Das ist Blödsinn, denn diese Krankheiten werden nicht nur durch Futter, welches man auf der Wiese pflückt, oder durch den Stich einer Stechfliege übertragen. Nein, auch durch Flöhe - und die leben im Winter genauso wie im Sommer. Also bitte lasst uns impfen.

Gegen Myxomatose alle 6 Monate, gegen RHD einmal im Jahr. Bei starkem Befall in der Umgebung eures Wohnortes ist eine Myxomatoseimpfung auch alle drei Monate möglich. Wir danken es euch. Last bei der Impfung bitte auch immer einen "Rundum-Check" machen, denn die Impfungen bieten nur dann Schutz, wenn vom Körper eines gesunden und parasitenfreien Kaninchens ein optimaler Impfschutz aufgebaut werden kann.

Bitte lasst auch unsere Zähne kontrollieren, vor allem die Backenzähne. Wir leiden sehr, wenn mit ihnen etwas nicht in Ordnung ist.
Auf der Seite www.diebrain.de sind viele weitere Krankheiten aufgeführt wie z. B.
Kokzidiose
Hefen
Enzephalitozoon cuniculi , auch EC genannt
Kaninchenschnupfen

Dort findet man auch viele gute Tipps, wie man uns vor Fliegenmadenbefall schützen kann.

Ansonsten fragt einfach unsere Pflegemutti oder das Insel-Team, die helfen euch bei allen Fragen gerne weiter.
Ihr könnt anrufen, eine Mail schreiben, euch ins Gästebuch eintragen oder in unserem Forum eine Frage stellen.

Passt gut auf euch auf - und auf uns auch.

Ganz liebe Grüße, euer Socke.